SV Hochlar 28 e.V.

Vereins-Chronik

Die Geschichte des Fußballs in Recklinghausen Hochlar

Die Chronik des SV Hochlar 28 wurde von Hubert Danihelka erstellt. Dabei hat er sich für die Jahre 1928 bis 2003 an den Ausführungen zum SV Hochlar 28 in dem Buch „ Hochlar, Eine Ortsteilgeschichte“ orientiert. Diese waren von Friedhelm Dukat, unter der Mithilfe mehrerer Vereinsmitglieder, verfasst worden. Die dabei verwendeten Fotos, die weitestgehend von Vereinsmitgliedern stammen, hat Friedhelm Dukat zur Verfügung gestellt. Bei der Identifizierung von Namen der Personen auf vielen dieser Fotos, hat vor allem Hermann Marpe geholfen. Für die Jahre nach 2003 hat sich insbesondere Arno Recker bei der Beschaffung von Informationen engagiert.

1928–1944Ära I
Gründung & Anfänge
Vereinsgründung im „Alt Hochlar", erster Sportplatz am Segensberg, Gleichschaltung, Krieg

Im Frühjahr 1928 gründeten zehn Sportkameraden im Ausflugslokal „Alt Hochlar“ den SV Hochlar 28. Was mit Spielen auf einem fremden Nebenplatz begann, wuchs schnell zu einem festen Bestandteil des Hochlarer Vereinslebens.

1928

Im Frühjahr (April/Mai) 1928 erfolgte die Vereinsgründung durch die Sportkameraden August Baltruschat, Fritz Baltruschat, Heinrich Baron, Heinrich Boente, Paul Borß, Franz Cornelius, Erich Jansen, Franz Kleiß, Heinrich Schäfer und Johann Schier im damaligen Ausflugslokal „Alt Hochlar“. (Laut Festschrift zu „25 Jahre SV Hochlar 28). Dies befand sich nahe der Abbiegung der Hertener Straße zur Straße Althochlar in die Bauernschaft. Zum 1. Vorsitzenden wurde Franz Cornelius und als Vereinslokal die Gaststätte „Gröpper“ gewählt, an der Ecke Hertener -/ Rottstraße.

In dieser Gaststätte, im angebauten „Saal“, befanden sich die Umkleiden: Gäste auf der Bühne und Mannschaften des SV Hochlar 28 im einige Stufen höher gelegenen „Stübchen“. In der Waschküche mit zwei Toiletten, gab es zwei Duschen und eine große Zinkwanne.

Gespielt wurde in Ermangelung eines eigenen Sportplatzes auf dem Nebenplatz der damaligen Viktoria Kampfbahn am Westring, wo seit 1984 das Knappschafts-Krankenhaus steht. Den Weg dorthin zu den Spielen legte man zu Fuß über den Hochlartalweg und den Westring zurück.

Der Sportverein DJK Winfriedia Hochlar war bereits 1927 gegründet worden.

Die 1. Seniorenmannschaft aus der Gründerzeit. Mit auf dem Foto der Vereinsmitbegründer Paul Borß (4. von rechts).

1931

Bereits 1931/32 konnte auf einer, durch die Stadt Recklinghausen von Schulte-Oestrich, gepachteten Fläche ein eigener Sportplatz im Rahmen eines Beschäftigungsprogramms für Arbeitslose gebaut werden. Auf diesem Platz auf dem „Segensberg“ fanden  bis 1964 die Heimspiele statt. Er lag ziemlich genau dort, wo inzwischen die Gebäude der Feuerwehr stehen. Beim Eröffnungsspiel gegen die Spielvereinigung Herten gab es eine 1:8 Niederlage. Dies konnte die Freude über die neue, eigene Spielstätte jedoch nicht trüben.

Die 1. Seniorenmannschaft vor dem Spiel gegen Spvgg. Herten, zur Platzeinweihung 1932. Mit auf dem Foto der Vereinsmitbegründer Paul Borß (1. von rechts).

1933

Der DJK Verband und seine Vereine wurden vom Nationalsozialistischen Regime aufgelöst. Mit Anordnung vom 31.05.1933 des „Verbandsführers“ erfolgte die sogenannte Gleichschaltung aller Vereine. Die Satzungen mussten „umgeformt“ werden. Zum Beispiel hießen die Vorsitzenden von nun an „Vereinsführer“. Vor Spielbeginn hatten sowohl die Spieler als auch die Schiedsrichter den Hitlergruß zu entbieten. Sportkameraden des Hochlarer DJK Vereins Winfriedia wechselten zum SV Hochlar 28, der in der Kreisklasse des Kreises Recklinghausen spielte.

1935

Die Spieler zu dieser Zeit hießen v.l.: Bovenderd, Lach, Brock, Peters, Marpe, Straßmann, Wolf, Lewandowski, Matena, de Verdin, Lamm und Borß (Betreuer). Auf Grund des Verzichts einer Mannschaft aus dem Münsterland gelangte Hochlar 28 1939 in die nächst höhere Spielklasse. Das 1. Spiel, das bei dem absoluten Favoriten in Bocholt stattfand, konnte mit 2:1 Toren siegreich gestaltet werden. Die Schlagzeile im Münsterschen Anzeiger lautete: Hochlar erstürmt die Bocholter Fußballfestung. Doch bereits nach dem 2. Spiel war  die Saison zu Ende, weil viele Spieler zum Kriegsdienst eingezogen wurden. In einer Spielgemeinschaft mit Langenbochum konnten zwar noch einige Spiele absolviert werden. Ein geregeltes Vereinsleben war jedoch nicht aufrecht zu erhalten.

1945–1964Ära II
Neustart & Aufbau
Wiederaufnahme nach dem Krieg, Holland-Fahrten, Jugendarbeit, Vize-Stadtmeisterschaften

Nach Kriegsende trafen sich vier Sportkameraden am Hochlarer Sportplatz und wagten den Neuanfang – mit reparierten Bällen, gespendeter Kohle und einer Mannschaft, die schon 1948 um die Meisterschaft mitspielte.

1945

Nach Kriegsende kehrten glücklicherweise viele Sportkameraden heim. Bereits am 12. Juli 1945 trafen sich Theo Straßmann, Theo Backs, Eduard Hohkamp und Ferdi Lamm am Hochlarer Sportplatz und ergriffen die Initiative zu einem Neustart des Vereinslebens.

Dokument zur Genehmigung der Versammlung zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs.
Vorstandswahl · 26. August 1945 · Vereinslokal Gröpper

Am 26. August traf man sich im alten Vereinslokal Gröpper zu einer Vorstandswahl, die zuvor vom Britischen Besatzungsoffizier genehmigt und das Ergebnis ihm anschließend zur Bestätigung mitgeteilt werden musste.

Gewählt wurden:

1. Vorsitzender:   Theo Straßmann
Geschäftsführer: Theo Backs
1. Kassierer:        Eduard Hohkamp
2. Kassierer:       Hans Gahlen

Monatliche Beiträge: -,50 RM für Erwachsene und -,30 RM für Jugendliche.

Bereits Ende 1945 konnten je eine A-, B- und C-Jugendmannschaft aufgeboten werden. Kurz danach nahmen auch die Senioren den Spielbetrieb wieder auf. Das erste Spiel gegen Union 05 Recklinghausen wurde 10:1 gewonnen und das 1. Tor nach dem Krieg schoss Hans Gahlen. Die Heimspiele fanden auf dem Bruchweg-Sportplatz oder im Preußen-Stadion Hochlarmark statt. Doch bereits das zweite Spiel musste vorzeitig beendet werden, weil der letzte Ball seine Luft verlor. Mit Gummiblasen von Conti Hannover, die mit „Bergbaupunkten“ beschafft wurden, konnten Bälle repariert werden. Es war in den Folgejahren grundsätzlich schwierig, ausreichend Bälle, Schuhe und Trikots zur Verfügung zu haben und mussten daher zwischen den einzelnen Mannschaften getauscht werden. Bezahlt wurde vielfach mit gesammelter und gespendeter Kohle.

Trotz aller Schwierigkeiten spielte Hochlar bereits 1948 in Haltern gegen den dortigen TuS  um die Meisterschaft. Doch trotz starker Unterstützung durch Hochlarer Zuschauer, die in zusätzlichen Waggons der Bundesbahn angereist waren, gingen das Spiel und die Meisterschaft verloren.

Aus dem Protokoll einer Vorstandssitzung mit Otto Bultmann, Hans Kruppa, Marpe,  H. und A. Gahlen, Jagelki, Straßmann, R. Manczyk, Benning, Eckert und Joh. Schier  vom 15. Oktober 1949 geht die Gründung einer Tischtennisabteilung hervor. Spiele und Turniere sollten im Saal des Vereinslokals Gröpper stattfinden.

Der Vorstand zu Beginn der 1950er Jahre. Von links: Hans Kruppa (Vorsitzender), Josef Bovenderd, Fritz Baltruschat, Johann Schier, Perle, Paul Borß, Franz Kleiß, August Baltruschat und Karl Glaubitt.
Erweiterter Vorstand zu Beginn der 1950er Jahre. Von links, hinten: Ferdi Lamm, Hubert Brenke, Robert Manczyk, (?), Heinz Glaubitt, (?), Josef Bovenderd, Karl Glaubitt, Theo Straßmann, Paul Borß, August Baltruschat und Hans Kruppa. Von links, vorne: Fritz Baltruschat, (?), Johann Schier, Franz Kleiß, Heinrich Baron und Perle.

1953

1953 feierte der SV Hochlar 28 sein 25-jähriges Bestehen. Leider brachten die Jubiläumsfeierlichkeiten nicht den erhofften Erfolg. 200 DM mussten beigesteuert werden. Es erfolgte ein aufmunternder Appell an die Mitglieder, sich weiterhin tatkräftig zu engagieren. Auch sportlich wollten sich keine nennenswerten Erfolge einstellen. Bei der jährlichen Stadtmeisterschaft erreichte man aber 1959 und 1960 die Endspiele jeweils gegen VFL Suderwich. Leider verlor man beide Spiele mit 1:2 und 1:4. Auch der DJK Winfriedia Hochlar hatte nach dem Krieg noch einmal den Spielbetrieb aufgenommen, stellte aber Mitte der 1950er Jahre den Spielbetrieb wieder ein.

Hier einige Mannschaftsfotos aus den 1950er Jahren:

Die 1. Mannschaft zu Beginn der 1950er Jahre von links: Trainer Paul Milde, Spielführer Theo Herms, Betreuer Paul Borß (Vereinsmitgründer), Torhüter Hans Baltruschat, die Spieler Günter Kahl, Karl Glaubitt, Egon Kahl, Günter Bartz, Heinz Kiehl, Alfred Höhn, Josef Freund, Heinz Glaubitt, Willi Holzapfel, Vorsitzender Hans Kruppa.
Die 1. Mannschaft 1959 von links: Trainer Herbert Jägel, Karl Heinz Cornelius, Willi Cornelius, Heinz Köster, Klaus Schulz, Werner Maat, Rudi Model, Horst Nehls, Manfred Schmatter, Hermann-Josef (Jupp) Körvers, Fredi Kasparek und Ludwig Freund. Mit dem größten Teil dieser Mannschaft, konnte 1959 und 1960, jeweils die Vize-Stadtmeisterschaft errungen werden. In beiden Jahren musste man sich gegen die Landesligamannschaft des VFL Suderwich geschlagen geben.
A-Jugendmannschaft 1958/59 von links, hinten: Walter Krischka, Günter Baron, Werner Wölting, Herbert Görtz, Hansi Eberbach, Heinz Kaat und Alfred Höhn. Von links, Mitte: Heinz-Josef Breuing, Dieter Matena und Günter Makowka. Von links vorne: (?), Lothar Pottrick und Kurt Cornelius.
Eine Altherrenmannschaft SV Hochlar 28 vor dem Spiel gegen Enschede in Hochlar. Mit dabei: Theo Backs (weiße Hose) und Hans Wilmes (schwarze Hose) beide mit Blumen sowie der langjährige Hochlarer Schiedsrichter Theo Lücke.
Die A-Jugend des Hochlar 28 vor einem Spiel gegen RW Stuckenbusch 1952 Sitzend von links: Bär, Holzapfel, Skamira. Kniend von links: Zimmermann, Schmatter, Schulz. Stehend von links: Baron, Holz, Eckert, Bühne, Kleiß.

1962

Im März 1962 hatte Hochlar 28 die Senioren Mannschaft von Twentse Enschede zu einem Spiel zu Gast und gewann durch zwei Tore von Werner Wölting und jeweils ein Tor von Fredi Kasparek und Willi Lindner mit 4:1. Im August ging es mit den Mannschaften A-/B-Jugend (4:1), Senioren (6:4) und der frisch gegründeten Altherrenmannschaft (6.2) zu einem Gegenbesuch nach Enschede bei dem alle Spiele gewonnen wurden. Ein Highlight bei dieser Fahrt war der Besuch eines Meisterschaftsspiels zwischen Enschede gegen Alkmar, in dem die Nationalspieler Helmut Rahn und Pfeifer mitwirkten.

Jugendleiter Hans Wilmes mit der A-Jugendmannschaft 1962 in Enschede Von links: Jugendleiter Hans Wilmes, Willi Lindner, Werner Olejniczak, Klaus Wiethöft, Jürgen Matena, Günter Bregand, Wolfgang Kemna, Fredi Hachmann, Horst Beem, Karl-Heinz ( Polle) Gasser, Karl-Heinz Jägel und Günter (Kaps) Teutenberg.
Die 1. Mannschaft 1962 in Enschede. Von links, oben: Herbert Jägel, Hans Wilmes, Horst (Schiss) Zimmermann, Werner (Hügi) Wölting, Herbert (Bulle) Görtz, Fredi Kasparek, Horst Beem und Fredi de Verdin. Von links, Mitte: Johannes (Etsche) Baron, Karl-Heinz Gasser und Wolfgang Kemna. Von links, unten: Heinz Korn, Heinz Köster und Dieter Matena.

1962 gründete sich eine Altherrenmannschaft und zeigte, dass man auch im fortgeschrittenen Alter durchaus noch einen gepflegten Fußball spielen kann. Das Foto zeigt die Altherrenmannschaft 1962 vor einem Spiel gegen Enschede.

Zu erkennen von links stehend: Theo Lüke (Schiri), Heinz Lueg, Fredi de Verdin, Hans Wilmes, Theo Herms, Josef Freund, Alfred Höhn. Von link hockend Siegfried Kaiser (Torwart), Theo Balzerewitz, Heinz Glaubitt, Theo Backs

Das folgende Foto zeigt eine gemütliche Altherrenrunde Anfang der der siebziger Jahre im Vereinslokal Marpe.

Von links: Heinz Lueg, Hennes Eckert, Willi Pelger, Heinz Köster, Eckert ?, Heinz Korn, Günter Kneip, Werner Wölting, Klaus Wiethöft, Johannes Baron, Günter Baron, Klaus Danihelka, Uwe Jendrusiak.

In den 1960er Jahren rückten leistungsstarke Jugendspieler in den Seniorenbereich auf. Dadurch konnte die 1. Mannschaft bereits 1963 und 1964 jeweils den 3. Tabellenplatz der 1. Kreisklasse-Gruppe West erreichen.

A-Jugendmannschaft 1963. Von links: Jürgen Matena, Günther Karl, Rolf Tanski, Hartmut Tholl, Werner Schlüter, Hans-Peter Wilmes, Herbert Busse, (?), Wolfgang Waldeck, Bernd Orgczal, Franz-Josef Boinus.
1964–1972Ära III
Neue Anlage & Erster Aufstieg
Sportplatz-Neubau, Flutlicht, 1.400 Zuschauer beim Entscheidungsspiel, Bezirksliga-Aufstieg 1971

Eine neue Sportanlage, eine Flutlichtanlage in Eigenregie und am Ende der Lohn für jahrelange Aufbauarbeit: 1971 stieg der SV Hochlar 28 erstmals in die Bezirksliga auf – nach einem dramatischen Entscheidungsspiel und einer Portion Losglück.

1964

1964 begannen die Arbeiten für den neuen Sportplatz. Die Spielfläche lag nun deutlich weiter östlich. Weil aber eine Anlage mit Laufbahnen und Anlagen für Hoch- und Weitsprung entstehen sollte, musste ein Teil des alten Sportplatzes in die zu bebauende Fläche einbezogen, der dadurch nicht mehr bespielt werden konnte.

Heimspiele mussten daher auf dem Platz in Hillerheide ausgetragen werde. Nach schwachem Start arbeitete sich Hochlar in der Tabelle nach oben. Es entwickelte sich ein Dreikampf um die Meisterschaft zwischen RW Dorsten, Viktoria 09 Recklinghausen und Hochlar 28. Zwischenzeitlich lag Hochlar sogar an der Tabellenspitze. Leider kam der Heimvorteil beim Spiel gegen Viktoria 09 nicht zum Tragen, weil auf dem Rasenplatz in Hillerheide, statt auf dem von Viktoria ungeliebten Sandplatz in Hochlar, gespielt werden musste. Man verlor 3:2 und nach einem Sieg am letzten Spieltag gegen BW Langenbochum II schloss Hochlar die Saison 1964/65 punktgleich mit Viktoria 09 ab.

Die 1. Mannschaft nach dem gewonnenen Spiel gegen BW Langenbochum II: Von links, oben: Hans Wilmes, Dieter Matena, Jürgen Matena, Günter Baron, Heinz-Josef Breuing, Fredi Kasparek, Wolfgang Kemna, Willi Lindner. Von links, unten: Karl-Heinz Jägel, Klaus Danihelka, Lothar Pottrick und Josef Konert.
Abschlusstabelle 1964/65 der 1. Kreisklasse Gruppe West.

Der Meister der 1. Kreisklasse, Gruppe West, musste folglich per Entscheidungsspiel ermittelt werden. Dies wurde am 6. Juni 1965 auf der Hibernia Kampfbahn Recklinghausen, Hibernia-/Canisiusstraße ausgetragen:

Entscheidungsspiel · 6. Juni 1965 · Hibernia Kampfbahn

SV Hochlar 28: Dieter Matena, Klaus Danihelka, Heinz-Josef Breuing, Jürgen Matena, Fredi Kasparek, Wolfgang Kemna, Herbert Görtz, Willi Lindner, Günter Baron, Karl-Heinz Jägel und Lothar Pottrick (Torhüter).

Viktoria 09: Wohlgemut, Lux, Porten, Kraudelt, Engler, Biller, Leimann, Meier, Erdmann, Markowski, Fabisiak (Torhüter).

Schiedsrichter: Krug (Gelsenkirchen)

Zuschauer: 1.400

Tore: 1:0 (2. Min.) Jürgen Matena, 1:1 (6. Min.) Lux, 1:2 (23. Min.) Porten, 1:3 (46. Min.) Lux, 1:4 (56 Min.) Engler, 1:5 (65. Min.) Kraudelt, 1:6 (78. Min.) Wohlgemut.

An der für Spiele der 1. Kreisklasse ungewöhnlich hohen Zuschauerzahl lässt sich das große Interesse bei den Fußballfreunden im Kreis Recklinghausen an diesem Spiel erkennen, die auch nicht enttäuscht wurden. Wie das Ergebnis widerspiegelt, dominierte Viktoria 09 das Spiel. Insbesondere in punkto Technik und Schnelligkeit war Viktoria 09 überlegen und die Hintermannschaft des SV Hochlar 28, mit einem nervösen Torhüter, an diesem Tag nicht sattelfest. Am Ende war die Enttäuschung groß, ein zum Greifen naher Aufstieg wieder einmal verpasst.

Die 1. Mannschaft am Bruchweg, während der Bauarbeiten für den neuen Sportplatz. Von links, oben: Theo Backs, Werner Wölting, Willi Lindner, Klaus Henkel, Dieter Matena, Horst Beem. Von links, Mitte: Günter Baron, Karl-Heinz Gasser, Wolfgang Kemna. Von links, unten: Karl-Heinz Jägel, Werner Holzapfel, Klaus Boßmeier.

Auch die A-Jugend musste zum Bruchweg ausweichen.

Von links oben: Michael Mika, Georg Gahlen, Klaus de Verdin, Hubert Holz, Hermann Eifert, Winfried Gahlen. Von links unten: Andreas Rack, Udo Passmann, Hans-Georg Bethke, Gerd Busse, Hans-Jürgen Gahlen
Die 2. Mannschaft 1965: Von links: Heinz Korn, Werner Olejniczak, Hans-Werner Burow, Herbert Görtz, Willi Lindner, Rolf Schwarberg, Ludger Matena, Heinz-Josef Breuing, Klaus Boßmeier, Günther Teutenberg, Johannes Baron

1965

1965 konnte die neue Sportanlage eingeweiht werden. Sie bestand aus einem Spielfeld nach DFB Vorschrift mit 105 x 70 Metern, umgeben von 4 Laufbahnen und auf den Geraden mit jeweils 6 Bahnen für Sprintwettbewerbe. Die Decke bestand aus roter Asche, wie es in den 1960er Jahren für diese Anlagen üblich war. Die Gesamtkosten betrugen 145. 000 DM.

Einweihung neuer Sportplatz · SV Hochlar – Concordia Langenbochum · 25. September 1965

Das erste Spiel auf dem neuen Platz wurde am 25. September 1965 gegen Concordia Langenbochum ausgetragen, mit der folgenden Mannschaft:

SV Hochlar 28: Lothar Pottrick (Torhüter), Rolf Tanski, Herbert Busse, Günter Baron, Josef Konert, Wolfgang Kemna, Wolfgang Waldeck, Gregor Zdarta, Dieter Matena, Hans-Peter Wilmes, Fredi Kasparek. Zum Kader gehörten: Heinz Köster, Karl-Heinz Jägel, Willi Lindner, Klaus Danihelka, Herbert Görtz, Hans-Josef Breuing und Jürgen Matena.

Die Umkleiden im Vereinslokal Gröpper, mit dem Fußboden aus Holzdielen, konnten wegen der roten Asche nicht mehr genutzt werden. Man wechselte daher in die Umkleideräume im Keller der damaligen katholischen Volksschule. Außerdem wurde die Gaststätte Vaut das neue Vereinslokal.

Ebenfalls 1966 erhielt der Verein ein neues Umkleidegebäude auf dem Hof der damaligen evangelischen Volksschule. Das Gebäude war in Fertigbauweise errichtet worden. Es gab einen Umkleideraum für die Schiedsrichter, einen für die Gastvereine und zwei für die Hochlarer Mannschaften. Die Duschen befanden sich genau in der Mitte und wurden von den Mannschaften gemeinsam genutzt.

Bei der Einweihung ergab sich die peinliche Situation, dass der Oberbürgermeister Erich Wolfram im Boden versank. Es war versäumt worden, die Abwasserleitung anzuschließen und nach dem ersten Duschen war das Erdreich komplett unterspült.

1968

Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums wurde u.a. ein Seniorenturnier veranstaltet, an dem der SV Hochlar 28 selbst nicht teilnahm. Das Eröffnungsspiel der Jubiläumsfeier gegen TuS Haltern (Landesliga) ging mit 0:2 verloren. Zum Ende der Turnierwoche konnte aber Blau Weiß Langenbochum 3:2 besiegt werden. Langenbochum hatte in der abgelaufenen Saison den 5. Platz in der Verbandsliga belegt, nach Bundes- und Regionalliga die dritte und gleichzeitig höchste Amateurliga und hatte mit Willi Dörenberg den Torschützenkönig der Liga in ihren Reihen.

1969

In diesem Jahr konnte durch vielfältige Unterstützung verschiedener Firmen mit Sachleistungen und ebenso intensive handwerkliche Mithilfe von Vereinsmitgliedern, eine Flutlichtanlage gebaut und in Betrieb genommen werden.

1970

Einen ersten größeren Erfolg konnte der Verein in der Saison 1970/71 feiern. Der SV Hochlar 28 errang die Meisterschaft der 1. Kreisklasse, Gruppe West und stieg nach einer Entscheidungsrunde mit Union 05 Recklinghausen und TuS Borken in die Bezirksliga auf.

Nach den ersten acht Spielen belegte man noch mit nur 3:13 Punkten (Zweipunkteregel) das Tabellenende. Zum Saisonabschluss 1971, nach 28 Spielen,  stand Hochlar punktgleich (37:19) mit Vestia Disteln und TSV Marl-Hüls II an der Tabellenspitze. Der Meister musste also in Entscheidungsspielen ermittelt werden.

In der 1. Runde gewann jede Mannschaft ihr „Heimspiel“, so dass in einer 2. Runde der Meister festgestellt werden musste, vereinbarungsgemäß notfalls per Losentscheid.

Das 1. Spiel gewann Hochlar gegen Disteln 2:1, nachdem man in der 1. Runde noch 3:2 verloren hatte. Bis zur Halbzeit verlief das Spiel torlos. Direkt nach dem Wiederanpfiff erzielte Disteln die Führung. Aber in der 66. Minute schoss Dieter Matena den 1:1 Ausgleich und kurz danach traf Hubert Danihelka  zum 2:1 Siegtor. Im 2. Spiel trennten sich Hochlar und Hüls 0:0. Gegen Disteln gewann Hüls 3:1. Damit waren Hüls und Hochlar erneut punktgleich. Das Losglück bescherte dem SV Hochlar 28 letztendlich die ersehnte Meisterschaft.

Der Schütze nach dem 2:1 Siegtor Hubert Danihelka mit einem Kopfstand und der mitjubelnde Rainer Marpe.
Die Meistermannschaft 1971 auf der Viktoria Kampfbahn: Von links, stehend: Paul Borß, Michael Mika, Jürgen Pelger, Werner Wölting, Dieter Matena, Uwe Biller, Gebhard Marpe, Dieter Sadowski und Hubert Danihelka. Von links, hockend: Hans-Willi Eifert, Rainer Marpe, Detlef von Schamann, Karl-Heinz Baischer, Rolf Opitz, Willi Lindner und Edwin Meier. Es fehlen Karl-Heinz Jägel und Manfred Biermann.

Aufgestiegen war man nun aber immer noch nicht. Hochlar musste noch zu einer Aufstiegsrunde mit Hin- und Rückspielen gegen Union 05 Recklinghausen (Meister 1. Kreisklasse, Gruppe Ost) und TuS Borken (Meister 1. Kreisklasse, Gruppe Borken) antreten.

Das 1. Spiel, Borken gegen Union endete unentschieden 2:2. Im 2. Spiel gewann Union gegen Hochlar 3:2. Im 3. Spiel war Hochlar gegen Borken chancenlos und verlor 0:3. Das 4. Spiel, Union gegen Borken endete 2:3 und damit stand Borken als 1. Aufsteiger fest. Hochlar hatte jedoch zweimal verloren und niemand wollte noch auf einen Aufstieg wetten. Übrigens auch der Hochlarer Trainer Berger nicht, der sich in den Urlaub verabschiedete.

Die Wende kam mit dem Interimstrainer Werner Osterfeld, der Hochlar bereits einige Jahre zuvor trainiert hatte und den größten Teil der Mannschaft kannte.

Das Rückspiel gegen Union 05 wurde mit dem Siegtor in allerletzter Minute 3:2 gewonnen. Alle drei Tore schoss Dieter Matena. Nur bei einem Sieg beim hohen Favoriten TuS Borken konnte der SV Hochlar 28 den Aufstieg noch schaffen.

Inzwischen zeigte der Kalender den 11. Juli. Es war ein brütend heißer Sonntagnachmittag. Zur Halbzeit lag Hochlar gegen den TuS Borken 1:0 zurück. In der 46. Minute wurde der inzwischen eingewechselte Gebhard Marpe, von einem Schlüsselbeinbruch im 1. Meisterschafts-Entscheidungsspiel gegen Disteln wieder genesen, elfmeterreif gefoult. Den fälligen Strafstoß zum 1:1 verwandelte Uwe Biller. In der 56. Minute fiel die erneute Führung für Borken, doch mit einem Freistoß, der noch von einem Abwehrspieler unhaltbar abgefälscht wurde, erzielte Dieter Sadowski in der 65. Minute das 2:2. Dann, in der 81. Minute, rutschte eine Hereingabe, auf dem übrigens sehr holprigen Geläuf, glücklich zu Dieter Matena durch, der ebenso glücklich wie gekonnt, den Ball über die Torlinie bugsierte. Dieser knappe Vorsprung wurde weitgehend sicher über die Zeit gebracht.

Die erste Aufstiegsmannschaft in die Bezirksliga in der Vereinsgeschichte 1971: Von links, stehend: Paul Borß (Betreuer), Uwe Biller, Hans-Willi Eifert, Jürgen Pelger, Dieter Matena, Werner Wölting, Detlef von Schamann, Hubert Danihelka, Dieter Sadowski, Werner Osterfeld (Trainer). Von links, hockend: Rainer Marpe, Gebhard Marpe, Michael Mika, Karl-Heinz Baischer, Karl-Heinz Jägel, Willi Lindner und Manfred Biermann. Es fehlen Rolf Opitz und Edwin Meier.

In die 1. Bezirksligasaison 1971/72 gelang Hochlar 28, mit zwei Heimsiegen gegen Wacker 20 und Spvgg. Erkenschwick Am. in den ersten drei Spielen, ein akzeptabler Start. Am Ende der Hinrunde belegte man nach 15 Spielen zusammen mit VFL Suderwich den vorletzten Platz mit 11:19 Punkten, vor Wacker 20 mit nur 5:25 Punkten. Mit 12:18 Punkten rangierten TuS Borken, RW Dorsten, Spvgg. Erkenschwick Am. und SG Langenbochum vor Hochlar und Suderwich. Der Klassenerhalt schien zu diesem Zeitpunkt noch absolut im Bereich des Möglichen. In der Rückrunde allerdings ging unserer Mannschaft zunehmend die Puste aus und der Abstieg konnte nicht vermieden werden.

Mit dem 21. Februar 1972 erfolgte eine gravierende Veränderung des bis dahin reinen Fußballvereins SV Hochlar 28. Es gründete sich eine Damen-Gymnastik-Abteilung, die in den Folgejahren zur Ausweitung der Sportaktivitäten des Vereins beitrug.

1973–1988Ära IV
England, Jubiläen & Wachstum
Preston-Reise mit Bobby Charlton, 50-Jähriges, Sporthalle, A-Jugend-Aufstiege

Bobby Charlton im Mannschaftsbus, Jubiläumsfeiern mit dem Oberbürgermeister und eine Jugendabteilung, die unter Otto Bultmann aufblühte. In diesen Jahren wurde aus dem reinen Fußballverein ein wachsender Sportverein mit über 250 Mitgliedern.

1973

Am Freitagabend, den 26. April 1974 startete die 1. Seniorenmannschaft zu einem Besuch der Stadt Preston, Recklinghausens nordenglische Partnerstadt. Mit im Reisebus saß die A-Jugend-Kreisauswahl. Delegationsleiter für Hochlar 28 war der 2. Vorsitzende Klaus Danihelka. Im Mai des Vorjahres 1973, hatten Mitglieder des SV Hochlar 28 eine Mannschaft aus Preston nebst Begleitpersonen privat in ihren Familien beherbergt. Nun ging es los zu einem mehrtägigen Gegenbesuch.

Nach fast 24 Stunden Fahrt durch Frankreich, mit der Kanalfähre über Dover in den Norden Englands hieß es: Umziehen zum 1. Spiel am Samstag, um 18.30 Uhr gegen Leyland Red Rose.

Hubert Danihelka und der Spielführer der gastgebenden Mannschaft bei der Begrüßung mit Wimpeltausch. Mit auf dem Foto, der Recklinghäuser Schiri Bottermann.

Bereits am Sonntag, den 28. April um 15 Uhr fand das 2. Spiel gegen eine Auswahlmannschaft statt, auf dem Hauptplatz des LEYLAND MOTORS FOOTBALL CLUB.

Stehend von links: Gastspieler, Hans-Willi Eifert, Franz-Josef Straßmann, Rolf Mecking, Bernhard Groß-Albenhausen, Hubert Danihelka, Hannes Jordan, Paul Borß (Vereinsmitgründer). Sitzend von links. Karl-Heinz Baischer, Theo Backs, Gastspieler, Jürgen Pelger und Sohn eines der Gastgeber, Dieter Sadowski, Josef Marpe, Ulrich Worbs.

Nach dem Spiel formierten sich beide Mannschaften zusammen für ein Erinnerungsfoto:

Die Ergebnisse der Spiele waren nicht mehr zu ermitteln. Sie standen auch nicht unbedingt im Vordergrund.

Neben den Spielen hatten die Gastgeber ein interessantes Programm organisiert. Es gab u.a. einen Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister. Absolutes Highlight war aber der Besuch des Erstligaspiels Preston North End gegen Middelsbrough. Die Trainer hießen Bobby Charlton bei Preston und sein Bruder Jacky Charlton, der spätere Nationaltrainer von Irland bei Middelsbrough. Getoppt wurde der Spielbesuch noch durch das Zusammentreffen mit Bobby Charlton, den unsere Gastgeber zu uns in den Bus eingeladen hatten.

Schon auf Grund der privaten Unterbringung in den Familien unserer Gastgeber fanden ausreichend persönliche Kontakte statt und natürlich durch die zu der Zeit noch geltende Sperrstunde für die Gastronomie um 22 Uhr.

Nach einer Woche mit vielen Erlebnissen fand die Rückreise statt. Auf dem Weg zur Kanalfähre nach Dover gab es noch einen interessanten Zwischenstopp in der Domstadt Canterbury.

1975

Die Jugendabteilung war in der ersten Hälfte der 1970er Jahre nur schwach aufgestellt. In fast allen Altersstufen waren Spieler knapp oder fehlten gänzlich. Erst als Otto Bultmann das Heft in die Hand nahm, ging es im Jugendbereich wieder bergauf.

1978

Das 50-jährige wurde mit einem umfangreichen Programm von Montag, den 24. April bis Sonntag, den 30. April gefeiert.

Es wurden Turniere für Jugendmannschaften und die Altenherren durchgeführt. Am Freitag der Jubiläumswoche gab es ein Nostalgiespiel der Hochlarer Aufstiegsmannschaft von 1971 gegen SV Union 05, eine der beteiligten Mannschaften aus den Entscheidungsspielen zum Aufstieg in die Bezirksliga 1971. Zum Abschluss der Festwoche spielten die beiden Seniorenmannschaften gegen Mannschaften aus dem befreundeten Rossum aus Holland.

Schirmherr des Jubiläumsfestes war Oberbürgermeister Erich Wolfram. Das Foto zeigt das Plakat zur Ankündigung der Jubiläumsfestwoche.

Der geschäftsführende Vorstand im Jubiläumsjahr:

1980

Profitieren konnte der Verein außerdem von der Schaffung neuer Wohngebiete und der dadurch gestiegenen Anzahl an Kindern. Die Grundschule wurde mit einer 1980 eingeweihten Sporthalle ausgestattet, die vom Verein außerhalb des Schulbetriebs genutzt werden konnte. Dies wiederum ermöglichte die Gründung folgender zusätzlicher Sportgruppen:

Herrengymnastik, zweimal Damengymnastik, dreimal Kindergymnastik und Mutter-/Kinderturnen. Die Mitgliederzahlen stiegen von 250 (1979) spürbar an.

1984

1984 Konnte der Verein von der guten Jugendarbeit profitieren und die Meisterschaft und damit verbunden, den Aufstieg der A-Jugend Mannschaft in die II. Kreisliga feiern.

Oben von links: Jochen Bultmann (Trainer), Adi Adametz, Ralf Groß, Thomas Marpe, Christian Olfens, Martin Marpe, Norbert Matena, Walter Schubert (Betreuer) Unten von links: Arno Recker, Dirk Franiczek, Andreas Recker, Georg Böker, Stefan Lack, Rainer Böker, Jürgen Schubert, Michael Uhlendorf.

1985

Mit annähernd den gleichen Spielern gelang der A-Jugend Mannschaft 1985 die erneute Meisterschaft und der Aufstieg in die I. Kreisliga.

Oben von links: Jochen Bultmann (Trainer), C. Küper, Martin Marpe, Jürgen Schubert, Arno Recker, Michael Uhlendorf, V. Urbainczyk, D. Schäfer Unten von links: R. Engelken, Andreas Recker, Georg Böker, Chr. Wilinski, Christian Olfens, Ralf Groß. Es fehlt Peter Groß (Betreuer).

1988

Zum Sechzigjährigen fanden zahlreiche Ehrungen statt:

70 Mitglieder erhielten die goldene (15 Jahre) oder die silberne (10 Jahre) Ehrennadel. Otto Bultmann wurde mit einem Ehrenteller ausgezeichnet.

1989–1998Ära V
Zweiter Aufstieg & Vereinsheim
Meisterschaft 1989, Vereinsheim-Bau mit 5.118 Arbeitsstunden, Offensivcup, Rasenplatz

Die Meisterschaft 1989 brachte den zweiten Aufstieg in die Bezirksliga – mit einer Mannschaft, die fast komplett aus der eigenen Jugend stammte. Anschließend bauten 45 Vereinsmitglieder in über 5.000 Arbeitsstunden ein neues Vereinsheim.

1989

In der Saison 1988/89 fand die seit 1984/85 bestandene Amtszeit von Trainer Peter Mütze ihre Krönung. Zusammen mit seinem Co-Trainer Jochen Bultmann führte er die 1. Mannschaft zur Meisterschaft in der Kreisliga A-Ost und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga. Mit einem 3:0 Heimsieg gegen Eintracht Datteln, konnte die Meisterschaft bereits am vorletzten Spieltag besiegelt werden. Hochlar 28 war damit zum zweiten Mal nach 1971 in die Bezirksliga aufgestiegen.

Stehend von links: Jochen Bultmann (Co-Trainer), Peter Mütze (Trainer), Norbert Matena, Oliver Kaczmarek, Ludger Schmülling, Georg Böker, Arno Recker, Martin Baron, Rainer Böker, Hans-Otto Matthey (1. Vors.), Hermann-Josef Lueg (2. Vors.), Marie-Luise Marpe (2. Kass.) Sitzend von links: Jörg Schmitt, Siegfried Ronczka, Martin Boese, Detlef Ulhaas, Stefan Lack, Christian Kelm, Ludger Matena, Hugo Böker, Jürgen Schubert. Es fehlen: Thomas Kranjc und Norbert Meyer

Die Spieler der Meistermannschaft stammten weit überwiegend aus Hochlar und hatten die eigenen Jugendmannschaften durchlaufen. Allein Ludger Matena und Martin Baron erzielten gut die Hälfte aller Tore und profitierten dabei besonders von der Spielgestaltung Arno Reckers. Dies verdeutlicht einmal mehr die jahrelang gute Arbeit im Jugendbereich, verbunden mit einer bewussten und konzentrierten Integrationsarbeit von Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln.

1990

Aufgrund des Platzmangels auf dem Schulgelände wurde ein neues Umkleidegebäude zusammen mit einem Vereinsheim oberhalb des Ascheplatzes errichtet. Gefördert wurde das Objekt von der Stadt Recklinghausen und der Bezirksregierung Münster. Unter Aufbietung aller Kräfte leisteten 45 Vereinsmitglieder unter der Leitung des Vorsitzenden Hans-Otto Matthey 5118 Arbeitsstunden, fachlich unterstützt von vielen Helfern aus Hochlar. Besonders engagiert haben sich dabei Josef Schäfers, Klaus Syska, Manfred Saremba, Klaus Boßmeyer, Hugo Böker, Heinz Rengers, Gerd Schmitz, Hans Meiswinkel, Hans Severin und Ludger Schmülling.

Von links: Stadtdirektor Peter Borggraefe, Sportdezernent Hajo Bajon, Oberbürgermeister Jochen Welt, Alfred Balke, Walter Schubert Hochlarer SPD, Ratsmitglied und späterer Vereinsvorsitzender, Schützenkönig Klaus Syska, Josef Schäfers VVH-Vorsitzender, 1. Vorsitzender Hans-Otto Matthey und Ratsmitglied der FDP Lilo Koke

Über die Einweihung im September 1990 berichtete die Recklinghäuser Zeitung am 24.09.1990. Neben dem Bürgermeister Jochen Welt konnte der Vorsitzende Hans-Otto Matthey Vertreter der Verwaltungsfachabteilungen sowie Vertreter der Hochlarer Vereine und Institutionen begrüßen. Als nächstes Großprojekt wurde der Bau eines Rasenplatzes ausgemacht.

Von links: Ratsmitglieder SPD Alfred Balke und Walter Schubert, Oberbürgermeister Jochen Welt, Sportdezernent Hajo Bajon und 1. Vorsitzender Hans-Otto Matthey.

Ein weiteres sportliches Highlight 1990 war der Gewinn, des von der Recklinghäuser Zeitung und der Kreissparkasse gestifteten Offensivcups. Dieser wurde in der jeweiligen Saison unter den Mannschaften der Kreisligen A, B und C ausgespielt. Die beiden Mannschaften mit den meisten geschossenen Toren spielten ein Finale. Es waren dies der A-Kreisligist Sportfreunde Herten und unsere 2. Mannschaft aus der Kreisliga B, jede mit mehr als 120 geschossenen Toren. Das Spiel fand auf der, bei den Spielern vom Hertener Paschenberg mit dem gepflegten Rasen, ungeliebten „Hochlarer Asche“ statt und endete nach einer 2:0 Führung des Gastes 1:2, durch ein Tor von Dieter Bolik. Anschließend hatten alle elf Spieler jeder Mannschaft, die am Ende des Spiels auf dem Platz standen, zu einem Elfmeterschießen anzutreten. Am Ende hatte Hochlar 6 und Herten nur 4 Elfmeter verwandelt. Das Endergebnis hieß also insgesamt 7:6 für unsere 2. Mannschaft. Die Siegprämie von 400 DM haben sich beide Mannschaften dennoch geteilt.

Wilfried Bresser von der Kreissparkasse überreicht Spielführer Hermann Lueg den Offensivcup 1990.
Die beteiligten Hochlarer (gemeinsam mit den Spielern von Sportfreunde Herten): Stehend von links: Dirk Franiczek (Geschäftsführer), Norbert Meyer, Jochen Bultmann (Trainer), Michael Krajczy, Dieter Portmann, Dieter Bolik, Ludger Schmülling, Stefan Lack. Hockend von links: Oliver Kaczmarek, Michael Uhlendorf, Klaus Severin, Thorsten Wojto, Hermann Lueg, Jörg Schmidt.

1995

Weitere Sportgruppen etablierten sich neben dem reinen Fußballsport:

Um Wirbelsäulengymnastik, Badminton und eine Mädchenfußballmannschaft erweiterte sich das Sportangebot des Vereins.

Eine neue Flutlichtanlage wurde errichtet.

Außerdem fiel 1995 der Startschuss zum Bau des Rasenplatzes.

1996

1996 konnte mit dem Bau des Rasenplatzes begonnen werden. Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 650 000 DM verteilte sich auf mehrere Schultern: Ein Drittel leistete die Bezirksregierung Münster und ein weiteres Drittel die Stadt Recklinghausen. Das dritte Drittel brachte der Verein über Spenden, vielfältige Aktionen und ein Darlehen auf, das er selbst abgetragen hat. 1997 konnte die neue Platzanlage mit dem Rasenspielfeld eingeweiht werden.

Der 1. Vorsitzende Walter Schubert und Oberbürgermeister Jochen Welt, mit vielen Prominenten aus Politik und Wirtschaft, beim Spatenstich zum Bau der Rasenplatzanlage.
Bauarbeiten an der Rasenplatzanlage
Eröffnungsspiel zur Einweihung des Rasenplatzes: Von links: Christian Kelm, Ludger Matena, Hugo Böker, Nico Jäger, Thomas Hahn, Andre Weyand, Arno Recker, Bundesliga-Kultschiedsrichter Walter Eschweiler, die Schiri Ralf Groß und Werner Rusina, Stellvertretener Bürgermeister Ferdinand Zerbst und Jürgen Kühn vom Sportamt.

Im Zuge des Baus der Rasenplatzanlage, wurde um das gesamte Sportgelände ein 2 m, teils 4 m und hinter den Fußballtoren 6 m hoher Metallzaun errichtet.

1998

Mit einem Festakt wurde das siebzigjährige Vereinsjubiläum gefeiert und zahlreiche Mitglieder geehrt.
1999–2004Ära VI
Dritter Aufstieg & Tribüne
Meisterschaft 2000, erstmals Verbandspokal, 1.000 Mitglieder, Tribünenüberdachung, 75-Jähriges Jubiläum

Zum dritten Mal Bezirksliga: Im Mai 2000 sicherte sich der SV Hochlar 28 die Meisterschaft der Kreisliga A-Ost. Es folgten der erstmalige Einzug in die Verbandspokalrunde, über 1.000 Mitglieder und der Bau einer 75 Meter langen Tribünenüberdachung.

1999

Nachdem eine erneute Meisterschaft und der Aufstieg in die Bezirksliga in der Saison 1998/99 knapp verpasst worden war, wurden für die Saison 1999/2000 alle Kräfte gebündelt. Ein neuer Trainer war verpflichtet worden. Die Spieler konnten weitgehend gehalten und zusätzliche gebunden werden. Nach einer optimalen Saisonvorbereitung setzte sich die Mannschaft gegen alle Mitfavoriten durch und stand am 14. Mai 2000 als Meister der Kreisliga A-Ost und Aufsteiger in die Bezirksliga fest.

Stehen von links: Norbert Sander (Trainer), Christian Schulte-Huxel, Sascha Merten, Andy Czyszewski, Arno Recker, Michael Krajczy, Thomas Ufelmann, Olaf Schult, Tuncay Cüce, Jörg Schmitt, Frank Jurga (Betreuer). Sitzend von links: Martin Skowronek, Asim Karadere, Ataman Erten, Dirk Held, Markus Bednorz, Christian Kelm, Andre Weyand, Markus Wollermann, Aydin Toplu. Es fehlen: Christian Uhlendorf, Ingo Bojarzin, Nico Jäger, Erdal Toplu, Dirk Lawnicak, Bülent Etyemez, Marc Stasik und Tobias Dorra.

Arno Recker war somit der erste und bis dato einzige Spieler, der zweimal von der Kreisliga A in die Bezirksliga aufgestiegen ist.

Der SV Hochlar 28 hatte nach 1971 und 1989 zum dritten Mal die Meisterschaft in den Kreisligen A-West und Ost sowie den Aufstieg in die Bezirksliga erreicht.

Ein weiteres Highlight in dieser Saison war der Sieg gegen den Bezirksligameister SG Langenbochum in der 6. Kreispokalrunde und damit verbunden, der erstmalige Einzug in die Verbandspokalrunde in der Vereinsgeschichte.

Stadtmeister 2000 der Altherrenmannschaft auf dem Feld.

2001

2001 erreichten die Mitgliederzahlen des in den zurückliegenden Jahren stetig gewachsenen SV Hochlar 28 die Schallmauer von 1000.

Die Altligamannschaft wurde 2001 Stadtmeister in der Halle.

Eine Erweiterung des Vereinsheims fand 2002 statt.

Der Versammlungsraum wurde um 45 Quadratmeter vergrößert und der Umkleidetrakt um einen Raum und zusätzliche Duschen erweitert.

Die Altherrenmannschaft siegte bei der Stadtmeisterschaft auf dem Feld.

2003

Ein weiteres Bauprojekt konnte erfolgreich realisiert werden:

Für die Wohnbebauung zwischen den Gleisen der Deutschen Bahn und der ehemaligen Zechenbahn, inzwischen als Radweg ausgebauten „Allee des Wandels“, südlich der Platzanlage, musste ein Lärmschutz errichtet werden. Daraus entstanden ist eine 75 Meter lange Tribünenüberdachung mit Schallschutzfunktion, die 2003 eingeweiht werden konnte.

Errichtung der Stahlkonstruktion
Klaus Boßmeier und Heinrich Bickhove beim Einbau des Betons für den Boden und die Stufen.

Absolutes Neuland betrat der SV Hochlar 28 mit der Gründung einer Damenfußballmannschaft, die 2003 den Spielbetrieb aufnahm.

Außerdem krönte sich die 1. Seniorenmannschaft 2003 mit dem Titelgewinn der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, nachdem man sich in den vergangenen zwei Jahren der SG Hillen geschlagen geben musste.

Stehend von links: Hans Meiswinkel, Michael Krajczy, Hubert Raschke (Betreuer), Christian Schulte-Huxel, Christian Cerowzek, Andre Beßling, Tuncay Cüce, Markus Schönau, Stefan Schulte-Huxel, Marc Beyer, Walter Schubert (1. Vorsitzender). Hockend von links: Andy Czyszewski, Andre Wrobel, Ludger Matena (Spielertrainer), Nico Jäger, Florian Reßmann, mit den Kindern von links: Niklas Matena, Anne.Marie Raschke und Noah Jäger.

Aus der Bezirksliga musste sich die 1. Mannschaft allerdings nach dreijähriger Zugehörigkeit verabschieden und nahm den weiteren Spielbetrieb in der Kreisliga A wieder auf.

Natürlich wurde das Jubiläum zum 75. Vereinsbestehen gefeiert und eine Jubiläumsschrift erstellt. Die folgenden Fotos daraus zeigen den geschäftsführenden Vorstand im Jubiläumsjahr 2003.

2005–2021Ära VII
Kunstrasen & Corona
Aufstiege 2011 und 2014, erste Stadtmeisterschaft 2019, Kunstrasen-Bau, Corona-Unterbrechungen

Der Kunstrasenplatz veränderte den Trainingsalltag grundlegend, die Mitgliederzahlen erreichten neue Höchststände – dann brachte die Corona-Pandemie das Vereinsleben vorübergehend zum Stillstand.

2005

Die 2000 in die Bezirksliga aufgestiegene 1. Mannschaft, musste 2005 den Gang zurück in die Kreisliga A antreten.

2006

Im Jahr 2006 hat die 2003 gegründete Damenfußballmannschaft ihren Spielbetrieb leider wieder eingestellt.

2011

Nach sechs Jahren in der Kreisliga A, gelang der 1. Mannschaft der erneute Aufstieg in die Bezirksliga. Nach dem letzten Spieltag am 29.05.2011, mit einem 3:2 Sieg bei GW Erkenschwick, belegte unsere 1. Mannschaft den 1. Tabellenplatz und war damit Meister der Kreisliga A. Mit 70 Punkten hatte man drei Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Spvgg. 95/08 Recklinghausen.

Henning Marpe wuchtet den Eckball von Patrick Wiedemeyer per Kopf zum 3:2 Siegtreffer ins Netz.
Die Meister der Kreisliga A Ost: Stehend von links: Torwarttrainer Detlef Wichert, Jasim Aljic, Kevin Portmann, Gordon Rotthoff, Marcel Münninghoff, Raoul Loitsch, Stefan Schulte-Huxel, Stefan Severin, Frank Schulz, Fabian Kudlek, Dennis Schwinkowski, Tobias Senczek, Pascal Heilmann. Hockend von links: Lars Flammersfeld, Simon Cubero-Bielsa, Sven Kruppa, dahinter Marc Malcharek, dahinter Sebastian Uhlendorf, Dennis von Schamann, davor Patrick Wiedemeyer, Henning Marpe, Patrick Bentler, Sebastian Marpe, Marc Beyer und Trainer Frank „Zecke“ Fuhrmann.

2012

Leider war der Verbleib in der Bezirksliga nicht von langer Dauer. Bereits nach einem Spieljahr stieg die 1. Mannschaft erneut in die Kreisliga A ab.

2014

2014 gelang der 1. Mannschaft der fünfte Aufstieg der Vereinsgeschichte in die Bezirksliga. Der SV Hochlar 28 hatte nach dem letzten Spieltag, am 12.06.2014 hinter dem Spitzenreiter und Meister DJK Eintracht Datteln, den 2. Platz belegt. Dieser berechtigte die Mannschaft zu einer Relegation mit der SpVgg. Erle 19. Das Hinspiel, am 19.06.2014 in Hochlar endete 0:0. Im Rückspiel am 21.06.2014 reichte Hochlar ein 1:1. Aufgrund des Auswärtstores war der Aufstieg in die Bezirksliga letztlich denkbar knapp aber perfekt.

Das entscheidende Auswärtstor durch den Strafstoß von Tobias Senczek zum 1:1.
Die jubelnden Hochlarer Spieler Patrick Bentler (mit den Händen als „Spritzschutz“ vor dem Gesicht), Justin Singh, Marcel Münninghoff, Mirnes Jasikovic, Florian Kwiatkowski, Kevin Portmann, Marco Münninghoff und Tobias Senczek bei der Sektdusche.

Folgende Spieler waren laut Spielbericht beteiligt:

Fabian Kötter, Tobias Senczek, Sinan Özkaya, Marc-Andre Schöps, Dennis Christiansen, Mirnes Jasikovic, Fabian Kudlek, Marcel Münninghoff, Justin Singh, Nino Schlutt, Florian Kwiatkowski, Marco Münninghoff, Robin Kremer, Markus Lueg, Tony Böker und Oliver Gallert (Trainer) mit seinem Assistenten André Schneider.

Anscheinend bedeutete der inzwischen 5. Aufstieg eine derartige Normalität, dass offenbar nicht einmal ein Mannschaftsfoto für die Annalen angefertigt worden ist.

Leider war der Traum bereits nach Ablauf der folgenden Saison 2014/2015 wieder beendet und Hochlar stieg in die Kreisliga ab.

Der SV Hochlar 28 schließt mit der Stadt Recklinghausen einen Kooperationsvertrag ab, nach dem sich der Verein verpflichtet, das sogenannte „große“ Führungszeugnis von den beschäftigten Übungsleiterinnen und Übungsleitern im Kinder- und Jugendbereich vorlegen zu lassen. Die Kosten dafür übernimmt die Stadt. Das große bzw. erweiterte Führungszeugnis dient dem Schutz der Minderjährigen, weil gegenüber dem einfachen Führungszeugnis das erweiterte Führungszeugnis zusätzlich Verurteilungen wegen Sexualdelikten enthält, die für die Aufnahmen in das einfache Führungszeugnis zu geringfügig sind.

2017

Vorstellung des 2016 gegründeten Kunstrasenfördervereins durch seinen Vorsitzenden Dr. Michael Meyer in der Jahreshauptversammlung 2017.

2018

2018 erfuhren die Umkleidekabinen und das Vereinsheim mit Unterstützung von Sponsoren eine umfangreiche Sanierung. Im gesamten Gebäude wurden die Decken und im Vereinsheim zusätzlich der Boden erneuert. Die im Vereinsheim vorhandenen Fenster zu den Spielplätzen hin, wurden durch eine Ausgangstür mit Glasscheiben ersetzt und die Thekenanlage saniert.

Von einer positiven strukturellen Entwicklung des Gesamtvereins, konnte besonders der Fußballjugendbereich profitieren. So stieg die B-Jugendmannschaft 2018 bis in die B-Jugend-Bezirksliga auf.

Außerdem konnte in diesem Jahr vor dem Kabinentrakt ein Vordach angebracht werden. Eine Konstruktion aus stabilen Holzbalken, die auf der Vorderseite auf verzinkten Metallstützen lagert, trägt die Dachdeckung aus Fußbodenbrettern und Bitumenbahnen. Sie bietet in der kalten Jahreszeit Schutz gegen Regen und Schatten bei Hitze und Sonnenschein. Die Finanzierung dieses Projektes erfolgte ebenfalls komplett von Sponsoren.

2019

Dem Aufstieg der B-Jugendmannschaft in die B-Jugend-Bezirksliga folgte 2019 der Aufstieg der A-Jugendmannschaft in die A-Jugend-Bezirksliga.

Die Leiter der Jugendabteilung Heinrich Bickhove, Jobst Parker-Barnat, Thomas „Bobby“ Kranjc, Johannes Brune, Thomas Kauert und seit 2022 Marco Beneke entwickelten unsere Jugendabteilung zu dieser Zeit zur größten in Recklinghausen. Alle Jahrgänge konnten mit 14 bis 16 Mannschaften im Spielbetrieb besetzt werden. Für die Kleinsten wurde außerdem eine „Ballgewöhnungsgruppe“ etabliert.

Rund dreißig Trainer betreuten unsere Jugendmannschaften derzeit ehrenamtlich.

Die Vereinssatzung des SV Hochlar 28 galt in ihren Grundzügen quasi seit der Vereinsgründung und war in der Vergangenheit lediglich marginal an neue Gegebenheiten angepasst worden. Weil sie nicht mehr zeitgemäß war, ist sie in Anlehnung an eine Vorlage des Landessportbundes sowie unter Hinzuziehung eines Anwalts für Vereinsrecht komplett überarbeitet und in der Jahreshauptversammlung 2019 beschlossen worden.

Zum ersten Mal in der langen Vereinsgeschichte konnte 2019 die Stadtmeisterschaft gewonnen werden. Im Finale gegen die SF Stuckenbusch gewann unsere 1. Mannschaft 7:5 nach Elfmeterschießen, nachdem zuvor ein 3:0 und 4:2 Rückstand aufgeholt wurde. Seit dieser Stadtmeisterschaft ist Hochlar auf Instagram vertreten.

Die Recklinghäuser Zeitung titelte: „Hochlar hat sein Wunder“.

Stehend von links: Jupp 'Josef' Ovelhey (Trainer), Lukas Matena, Henrik Wiesemann, Philipp Sievers, Joscha Fresmann, Jan Niklas Gröpper, Felix Matena, Niklas Matena, Moritz Ott, Henning Rammo, Noah Rump, Clemens Klinger, Noel Galoska, Emre Görgülü, Thomas Kranjc (Betreuer). Unten von links: Marc Motazedi, Malte Kromminga, Nils Wiegmann, Patrick Bentler, Lukas Bretthorst, Mamadi Camara, Shpend Avdyli, David Meyer, Mirzet Efendic, Felix Kranjc, Lynn Sevcik (Physio).
Finale · SF Stuckenbusch – SV Hochlar 28 · 5:7 n.E. (4:4, 3:1)

SF Stuckenbusch: Eßmann (Torhüter), Bier (60. Siebold), Matecki, Jedfeld, Mlodoch, Schulz, Heinemann (85. Grad), Augustin, Junge (63. Guddatis), Humenscheimer (83. York), Buth (46. Droste)

SV Hochlar 28: Avdyli (Torhüter), Klinger (46. Camara, 82. L. Matena), N. Matena, Ott (78. Gröpper), Fresmann, Wiegmann, Bentler, Bretthorst (60. F.Matena), Meyer (46. Kranjc), Galoska, Efendic

Schiedsrichter: Ralf Groß (Marl), Öner Calik, Hermann Schmidt

Zuschauer: 350

Tore: 1:0, 2:0 Durstin Augustin (2., 9.), 3:0 Roman Humenscheimer (23.), 3:1 Noel Galoska (44.), 3:2 Mirzet Efendic (66.), 4:2 Dustin Augustin (77.), 4:3 Lukas Matena (85.), 4:4 Niklas Matena (89.)
Elfmeterschießen: Mirzet Efendic (Hochlar) verschießt, Maurice Mlodoch (Stuckenbusch) verschießt, 4:5 Jan-Niklas Gröpper (Hochlar), Marvin Schulz (Stuckenbusch) verschießt, 4:6 Felix Matena (Hochlar), 5:6 Brian Guddatis (Stuckenbusch), 5:7 Lukas Matena (Hochlar), Nico York (Stuckenbusch) verschießt. 

2020

Im März 2020 kam es zu einem absoluten Novum im Amateurfußball. Aufgrund des Corona-Virus und der damit verbundenen Risiken, wurde der Spielbetrieb für die restliche Saison bis Mai 2020 eingestellt.

Am 19.05.2020 begannen die Arbeiten an einem Kunstrasenplatz. Er entstand unmittelbar auf dem 1965 angelegten Hartplatz (Rote Asche). Eigentlich sollte der 4. Kunstrasenplatz Recklinghausens in Suderwich gebaut werden. Aber aufgrund von Problemen mit der Grundstücksbereitstellung, musste die Maßnahme dort zurückgestellt werden und der SV Hochlar 28 profitierte davon, weil dadurch der Neubau hier vorgezogen werden konnte.

Der Spatenstich fand am 25.05.2020 statt. Zusammen mit dem Bürgermeister, Vertretern aus unserem Verein, der Stadtverwaltung und Parteien, entstand das folgende Foto:

Von links, Corona-bedingt mit Abstand: Christian Gehling (CDU Hochlar), Hugo Böker (1. Vorsitzender SV Hochlar 28), Eva Kranjc (Abteilungsleiterin Stadt RE), Dr. Sebastian Sanders (Beigeordneter Dezernent u.a. für Bildung und Sport), Arno Recker (Kunstrasenplatzbeautragter SV Hochlar 28), Hermann Lueg (2. Vorsitzender SV Hochlar 28), Jürgen Nethöfel (CDU, Stv. Vorsitzender Sportausschuss Stadt RE), Bürgermeister Christoph Tesche, Klaus-Dieter Breidenstein (SPD, Vorsitzender Sportausschuss Stadt RE)

Die folgenden Fotos veranschaulichen den Baufortschritt:

Im September 2020 erfolgte ein Neustart des Spielbetriebs, den unsere 1. Mannschaft äußerst erfolgreich gestalten konnte. Die ersten sechs Spiele wurden allesamt gewonnen und man träumte bereits von Meisterschaft und Aufstieg. Leider ließ das Corona Virus alle schönen Träume platzen und die Saison musste erneut komplett bis Juni 2021 abgebrochen werden.

2021

1971, also vor 50 Jahren, hatte unsere 1. Mannschaft erstmals in der Vereinsgeschichte nach 4 Entscheidungsspielen gegen Vestia Disteln und TSV Marl-Hüls II und letztlich wegen der Punktgleichheit mit Hüls, durch Losentscheid die Meisterschaft in der Kreisliga A West errungen. Und nach weiteren 4 Entscheidungsspielen gegen Union 05, den Meister der Kreisliga A Ost und TuS Borken, den Meister der Kreisliga A Borken, zusammen mit dem TuS Borken den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft.

Aus diesem Anlass haben sich am 26. Juni 2021 die damals Beteiligten an unserem Vereinsheim versammelt. Bei Gegrilltem und Getränken wurde, unterstützt von Fotos und Zeitungsberichten aus der Saison 1970/71, in den Erinnerungen gekramt und viele Gespräche geführt.

Stehend von links: Hans-Otto Matthey (damaliger Geschäftsführer, Ehrenmitglied), Manfred Biermann, Manfred Böing (Gast), Hans-Peter Wilmes (Gast), Hermann Lueg (2. Vorsitzender), Klaus Rathmann (Gast), Rainer Marpe, Dieter Matena, Hubert Danihelka, Karl-Heinz Jägel, Achim Zurek (Wirt Vereinsheim), Hans-Willi Eifert, Jürgen Pelger, Gebhard Marpe, Michael Mika, Klaus Danihelka, Detlef Klebeck (Grill). Sitzend von links: Hugo Böker (1. Vorsitzender), Werner Wölting, Dieter Sadowski, Werner Osterfeld (Trainer), Hermann Marpe (damaliger Vereinswirt), Uwe Biller, Karl-Heinz Baischer. Paul Borß (Mannschaftsbetreuer und Vereinsmitbegründer) und Detlef von Schamann waren bereits verstorben.

Die Arbeiten am Kunstrasenplatz zwar bereits am 12.11.2020 beendet und es erfolgte die Freigabe zur Nutzung. Durch die Corona-bedingte Unterbrechung des Spielbetriebs, konnte die Einweihung jedoch erst am 07.08.2021 erfolgen.

Von links: Bürgermeister Christoph Tesche, 1. Vorsitzender Hugo Böker und 2. Vorsitzender Hermann Lueg.
Von links: Vorsitzender Kreisfußballverband RE und Ehrenvorsitzender SV Hochlar 28 Hans-Otto Matthey, Bürgermeister Christoph Tesche und Kunstrasenplatzbeauftragter SV Hochlar 28 Arno Recker.
2022–Ära VIII
Die Gegenwart
Unterstand-Bau, 6. Bezirksliga-Aufstieg 2025, Stadtmeister, Turniersieg gegen Oberligist Schermbeck

Zurück im Spielbetrieb und mit frischem Elan: Der SV Hochlar 28 hat heute über 800 Mitglieder, sechs Seniorenmannschaften und fünfzehn Jugendteams. Auf und neben dem Platz wird weiter an der Zukunft des Vereins gebaut.

2022

Ende 2022 fand die Errichtung eines 25 m langen und 6,50 m breiten Unterstandes statt. Er wurde zwischen Kunstrasen- und Naturrasenplatz gebaut und bietet Platz für ca. 100 Zuschauer. Die Stadt Recklinghausen hat das Projekt mit 25 Tsd. Euro gefördert. Die restlichen Baukosten hat der Verein aus Eigenmitteln finanziert, so dass die Einweihung im Dezember 2022 stattfinden konnte.

Der Unterstand in massiver Bauweise, auf Stahlträgern und mit einer stabilen Dachkonstruktion aus Holzbalken. Die Dachdeckung besteht aus Zinkprofilplatten.
Der Bürgermeister Christoph Tesche bei seiner Ansprache, zusammen mit dem 1. Vorsitzenden Hugo Böker.
Erinnerungsfoto von links: Ehrenvorsitzender Walter Schubert, 1. Vorsitzender Hugo Böker, Bürgermeister Christoph Tesche, Anke Engbert von der CDU, 2. Vorsitzender Hermann Lueg, Michaela Ewald und Stefan Dodt, beide von der SPD.

2023

2023 erhielt der 2022 am Kunstrasenplatz errichtete Unterstand eine deutliche Aufwertung seiner Nutzungsmöglichkeiten.

Zunächst wurde eine Stufenanlage in die Böschung vor dem Unterstand zum Kunstrasenplatz hin gebaut. Wie die Fotos erkennen lassen, mit professioneller Anlage des Fundamentes. Sie bietet bis auf weiteres zusätzliche Stehplätze. Es sollen aber auch noch Sitzplätze hinzukommen.

In Eigenhilfe von Vereinsmitgliedern erfolgte die Elektrifizierung und Beleuchtung, die zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten mit sich bringen.

Das Anbringen von aufrollbaren Windnetzen auf der Seite zum Naturrasenplatz, brachte einen spürbaren Wind- und Wetterschutz.

Nach irreparablen Schäden an der Spielfläche des Naturrasenplatzes ist dieser komplett neu angelegt worden. Hierzu musste der Untergrund aufgebrochen werden, um die Wasserdurchlässigkeit in die Drainage zu verbessern bzw. wieder herzustellen. Zum Abschluss der Arbeiten erfolgte das Einsäen, sodass einer baldigen Nutzung nichts mehr im Wege steht.

2024

Das sportliche Highlight 2024 war der Gewinn der Stadtmeisterschaft auf dem Feld unserer Altherrenmannschaft Ü32. Sie besiegte im Finale die Mannschaft der Spielgemeinschaft Spvgg. 95/08 mit SW Röllinghausen, die gleichzeitig Gastgeber des Turniers war, mit 2:1. Der SV Hochlar 28 war zuvor mit drei Siegen durch die Gruppenphase marschiert und setzte sich im Halbfinale mit 4:3 durch.

Hinten von links: Gordon Rotthoff, Markus Lueg, Sebastian Dinu, Christian Schürmann, Pierre Bendig, Alexander Borm. Vorne von links: Christof Erfkemper, Dennis Christiansen, Timo Grüneberg-Luczak, Sven Kruppa, Andre Schneider.

„Gebuddelt“ wurde auf der Platzanlage 2024 ebenfalls wieder:

Entlang der Hälfte des Kunstrasenplatzes in Richtung Vereinsheim, zwischen dem Spielfeld und der „kleinen Tribüne“ bzw. der Böschung, hatte sich das Niederschlagswasser gestaut und einen ziemlichen Sumpf entwickelt. Wie die beiden Fotos zeigen, wurden daher Drainagerohre verlegt und an die Entwässerung angeschlossen.

2025

2025 war für den SV Hochlar 28 ein aufregendes und überaus erfolgreiches Jahr: Meisterschaft und Aufstieg, Stadtmeister sowie Sieger des Jubiläumsturniers 100 Jahre Katzenbusch-Kampfbahn mit Siegen gegen einen Landes- und einen Oberligisten.

Sportliches Highlight 2025 war allerdings der erneute Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Bezirksliga. Nach den Aufstiegen der Jahre 1971, 1989, 2000, 2011 und 2014, war dies bereits der 6. Aufstieg in die Bezirksliga, leider bisher immer wieder gefolgt von späteren Abstiegen zurück in die Kreisliga A. Die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg, war bereits vier Spieltage vor Saisonende unter Dach und Fach. Nach dem Heimspielsieg vor gut 250 Zuschauern am Sonntag, den 27. April gegen den SC Marl-Hamm mit einem 5:0 Sieg gab es die obligatorischen Bierduschen.

Sitzend von links: Quint Braun, Justin Buth, Maximilian Ronneburg, Maurice Mlodoch, Dennis Bachmann, Jan Sternemann (Trainer), Timo Pluta, Justin Singh, Niklas Pluta, Lukas Bretthorst, Niklas Ortmann. Hockend von links: Andre Schneider (Sportlicher Leiter), Joscha Fresmann, Niklas Matena, Felix, Kranjc, Jan Matena, Felix Stawitzki, Dario Velmer, Florian Kwiatkowski, Tobias Kup (Co-Trainer), Dennis Weßendorf (Co-Trainer). Stehend von links: Frank Zupan (Betreuer), Sebastian Bentler (Torwarttrainer), Thorsten Bier, Felix Matena, Benedikt Dworak, Moritz Schwarz, Jonathan Voigt, Kevin Arndt, Niklas Ohm, Thomas Schlüter, Jan Niklas Gröpper, Noah Rump, Henrik Wiesemann.
Hier trifft es Trainer Jan Sternemann. Kapitän Maurice Mlodoch ist begeistert.

Das letzte Saisonspiel am Samstag, den 31. Mai war dann nur noch reine Formsache und wurde gegen SW Röllinghausen mit 7:1 gewonnen. Das Spiel war auf den Samstag, wegen der an diesem Tag anstehenden Aufstiegsfeier vorgezogen worden. Die nachstehende Tabelle verdeutlicht die Dominanz unserer 1. Mannschaft in dem Spieljahr 2024/25. Sie erreichte 80 von 90 möglichen Punkten und beendete die Saison mit einem Vorsprung auf den Zweitplatzierten Istanbul Marl von 16 Punkten. Von den insgesamt 30 Spielen gab es lediglich zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. Die restlichen 26 Spiele wurden allesamt gewonnen und bei nur 25 Gegentoren 122 Tore erzielt.

Erste Reihe, sitzend von links: Niklas Ortmann, Florian Kwiatkowski, Niklas Pluta, Maurice Mlodoch, Justin Buth, Jan Sternemann, Felix Kranjc, Quint Braun. Zweite Reihe, hockend von links: Dennis Weßendorf (Co-Trainer), Timo Pluta, Lukas Bretthorst, Kevin Arndt, Justin Singh, Joscha Fresmann, Jonathan Voigt, Dario Velmer. Dritte Reihe, von links: Frank Zupan (Betreuer), Sebastian Bentler (Torwarttrainer), Maximilian Ronneburg, Tobias Kup (Co-Trainer), Noah Rump, Jan Matena, Dennis Bachmann, Benedikt Dworak, Luca Malik, Moritz Schwarz, Andre Schneider (Sportlicher Leiter). Vierte Reihe, von links: Henrik Wiesemann, Simon Madanoglu, Niklas Ohm, Jan Niklas Gröpper, Felix Matena, Niklas Matena. Nicht auf dem Foto: Thomas Schlüter, Thorsten Bier Und Felix Stawitzki.
Walter Schubert (vorne), Hugo Böker (Mitte), Hans-Otto Matthey (hinten), Hermann Lueg (Seite).

Während der Aufstiegsfeier ist dieses geradezu historische Foto entstanden, mit Hans-Otto Matthey (1. Vors. 1985-1993) und Walter Schubert (1. Vors. 1993-2013), die beiden Ehrenvorsitzenden und den aktuellen Vorsitzenden Hugo Böker (1. Vors.) sowie Hermann Lueg (2. Vors.), zusammen seit 2017 im Amt.

Bereits eine Woche später am Pfingstsonntag, den 08. Juni konnte der nächste Coup gefeiert werden.  Unsere 1. Mannschaft hatte das Endspiel bei der Stadtmeisterschaft 2025 auf dem Feld erreicht. Auf der Platzanlage des ETG Recklinghausen, auf der Hillerheide, waren die Sportfreunde Stuckenbusch unser Gegner. Nach einem 0:1 Rückstand erzielte Hochlar innerhalb von zwei Minuten (69. und 70.) noch zwei Tore. Dieser knappe Vorsprung konnte bis zum Abpfiff verteidigt werden und die Stadtmeisterschaft auf dem Feld 2025 war für den SV Hochlar 28 perfekt.

Erste Reihe, sitzend von links: Maximilian Ronneburg, Justin Buth, Lukas Bretthorst, Maurice Mlodoch, Dennis Bachmann, Felix Kranjc, Felix Stawitzki, Niklas Pluta. Zweite Reihe, von links: Thomas Schlüter, Justin Singh, David Meyer, Niklas Matena, Timo Pluta, Jan Sternemann (Trainer), Tobias Kup (Co-Trainer). Dritte Reihe, von links: Andre Schneider (Sportlicher Leiter), Florian Kwiatkowski, Jan Niklas Gröpper, Moritz Schwarz, Kevin Arndt, Jan Matena, Felix Matena, Benedikt Dworak, Quint Braun, Dario Velmer, Franz Kleinherne (Physio), Dennis Wessendorf (Co-Trainer).

Im Juli 2025 feierte die DJK Spvgg Herten, Nachfolgeverein der traditionsreichen Spvgg Herten, den 100. Geburtstag ihrer ebenso traditionsreichen Katzenbusch- Kampfbahn. Gegen besagte Spvgg Herten fand übrigens 1932 das 1. Spiel auf dem neuen vereinseigenen Sportplatz in Hochlar statt, auf dessen Gelände sich inzwischen die Gebäude der Feuerwehr Hochlar befinden.

Im Rahmen der Feier veranstaltete die DJK Spvgg Herten ein Turnier mit namhaften Vereinen aus der Landesliga, mit SV Vestia Disteln aus der Westfalenliga und dem SV Schermbeck aus der Oberliga.

Und Hochlar brachte das Kunststück fertig, im Halbfinale den Landesligisten Wanne  11 mit 3:0 zu besiegen und im Endspiel gegen den Oberligisten SV Schermbeck das Elfmeterschießen 3:2 zu gewinnen, nachdem das Spiel 1:1 ausgegangen war. Die Mannschaft konnte sich über den mit 450 Euro dotierten 1. Preis freuen.

Vorne, von links: Quint Braun, Niklas Ortmann, Kevin Arndt, Kevin Just, Felix Kranjc, David Meyer, Tobias Konert, Justin Buth, Niklas Pluta. Hinten, von links: Joscha Fresmann, Jan Sternemann, Benedikt Dworak, Felix Matena, Moritz Schwarz, Niklas Matena, Jan Matena, Niklas Ohm, Alexander Eilert, Tobias Kup (Co-Trainer), Lukas Bretthorst.

Ein Novum in der Vereinsgeschichte ereignete sich im Juni 2025. Wir haben seitdem einen Deutschen Meister in unseren Reihen. Vereinsmitglied Ilarie Dinu, Spieler im Altherrenbereich, war mit der Ü65 Altherren Kreisauswahl Recklinghausen beim Ranglistenturnier für Ü65 Altherrenmannschaften bei der SG Wattenscheid siegreich. Er darf sich „Inoffizieller Deutscher Meister“ nennen und konnte einen beeindruckenden Pokal entgegennehmen.

Ilarie Dinu mit dem Siegerpokal.

Ende November, nach 16 Spielen in der Bezirksliga (davon eins bereits aus der Rückrunde), belegte die 1. Mannschaft mit 24 Punkten den 6. Tabellenplatz und somit 13 Punkte vor dem VFB Börnig, der zu diesem Zeitpunkt auf dem drittletzten und damit bereits auf dem ersten  Abstiegsplatz stand.

2026

ANHANGChronik
Weitere Informationen
Die Vorsitzenden, Historische Klassenzugehörigkeit, ...

1928 – Franz Cornelius

             Hubert Hesselmann

             Willy Armgardt

1938 – 1945 Johann Schier

1945 – 1947 Theo Straßmann

1947 – 1953 Hans Kruppa

1953 – 1955 Johann Schier

1955 – 1958 Josef Bovendert

1958 – 1960 Adolf Bresser

1960 – 1961 Josef Bovendert

1961 – 1968 Hans Wilmes

1968 – 1971 Hermann Marpe

1971 – 1985 Wolfgang Kröller

1985 – 1993 Hans-Otto Matthey

1993 – 2013 Walter Schubert

2013 – 2017 Ralf Slowikow

2017 –          Hugo Böker

Saison Spielklasse
1928/29 – 1938/39
1945/46 – 
1964/65

1965/66 – 1971/72
1971/72

1. Kreisklasse West (6. Liga)
1. Kreisklasse West
1. Kreisklasse West – 2. Platz
Entscheidungsspiel um Aufstieg verloren
1. Kreisklasse West
1. Kreisklasse West – 1. Platz Aufstieg #1
Entscheidungsrunde gewonnen (per Los)
1972/73 Bezirksklasse 12 (5. Liga) – 16. Platz Abstieg
1973/74 –
1978/79 – 1988/89
1988/89
1. Kreisklasse West (6. Liga)
Kreisliga A-Ost (7. Liga)
Kreisliga A-Ost – 1. Platz Aufstieg #2
1989/90
1990/91
Bezirksliga 12 Westfalen – 13. Platz
Bezirksliga 12 Westfalen – 15. Platz Abstieg
1991/92 – 2000/01
2000/01
Kreisliga A-Ost (8. Liga)
Kreisliga A-Ost – 1. Platz Aufstieg #3
2000/01
2001/02
2002/03
2003/04
2004/05
Bezirksliga 12 Westfalen – 4. Platz
Bezirksliga 12 Westfalen – 10. Platz
Bezirksliga 12 Westfalen – 12. Platz
Bezirksliga 12 Westfalen – 12. Platz
Bezirksliga 12 Westfalen – 16. Platz Abstieg
2005/06
2006/07
2007/08
2008/09
2009/10
2010/11
Kreisliga A-Ost – 10. Platz (9. Liga) 
Kreisliga A-Ost – 3. Platz
Kreisliga A-West – 6. Platz
Kreisliga A-West – 3. Platz
Kreisliga A-West – 2. Platz
Kreisliga A-Ost – 1. Platz Aufstieg #4
2011/12 Bezirksliga 12 Westfalen – 14. Platz Abstieg
2012/13
2013/14
Kreisliga A3 RE- 6. Platz
Kreisliga A2 RE – 2. Platz
Entscheidungsspiel Aufstieg #5
2014/15
Bezirksliga 9 Westfalen – 14. Platz Abstieg
2015/16
2016/17
2017/18
2018/19
2019/20
2020/21
2021/22
2022/23
2023/24
2024/25
Kreisliga A2 RE – 4. Platz
Kreisliga A2 RE – 4. Platz
Kreisliga A2 RE – 7. Platz
Kreisliga A2 RE – 5. Platz
Kreisliga A2 RE – 4. Platz
Kreisliga A2 RE – 2. Platz – Corona – Abbruch
Kreisliga A2 RE – 6. Platz
Kreisliga A2 RE – 6. Platz
Kreisliga A2 RE – 5. Platz
Kreisliga A2 RE – 1. Platz – Aufstieg #6
2025/26
Bezirksliga 9 Westfalen –